Mein Lieblings-2018

Ich habe diese Woche einen Spruch gelesen: „2019 beginnt in wenigen Tagen und ich versuche immer noch 2018 zu verstehen.“ Den Satz fand ich irgendwie sehr passend. Denn irgendwie ist es so, sowohl was die guten als auch die schlechten Momente angeht, gibt es vieles das ich in diesem Jahr nicht verstanden habe.
ABER: Ich liebe es mir zwischen den Feiertagen am Ende eines Jahres Zeit zu nehmen um das Jahr Revue passieren zu lassen. Ich denke über die verschiedenen Erinnerungen nach, über das was ich erlebt und gelernt, geliebt und gehasst habe.
Ob es dich nun motiviert oder inspiriert, dich zum Schmunzeln bringt oder dich an deine persönlichen Momente erinnert – hier kommt mein Lieblings-2018:

Ein WORT: Ich würde 2018 als ABENTEUERLICH beschreiben. Es war herausfordernd, unfassbar schön, herzzerreißend traurig, und alles in allem war es abenteuerlich.
Mein UNWORT des Jahres ist in jedem Fall DSGVO!!

Mein LIEBLINGSSONG in diesem Jahr ist ein Medley aus verschiedenen Liedern. Okay, ich kann mich nicht entscheiden. Aber eines meiner Lieblingslieder war in jedem Fall „Reckless love“. Am lautesten im Auto mitgesungen habe ich bei „Zusammen“ von den Fantastischen Vier & Clueso.

Mein LIEBLINGSFILM waren jedenfalls nicht die vielen Weihnachtsfilme, die ich gesehen habe. Bei allen weißt du nach dem ersten Satz wie sie ausgehen, sie sind schlecht synchronisiert, haben zum Teil dieselben Hauptdarsteller – aber sie sind herrlich unrealistisch, und deshalb habe ich sie trotzdem fast alle gesehen.

Die PARTY des JAHRES war zufälligerweise mein 30. Geburtstag. Weil so viele meiner Freunde an dem Tag zusammen waren und sich meine engsten Freundinnen, die sonst über die Republik verteilt sind, kennengelernt haben. Das war super!

AUSFLÜGE gab es auch einige in diesem Jahr. Ich habe tolle Zeiten in Süddeutschland verbracht und die Roadtrips mit Freunden genossen, war aber auch viel alleine unterwegs, habe das Meer gesehen, neue Orte entdeckt und in einem hübschen Hotel in Hessen übernachtet. Der Tag auf der Frankfurter Buchmesse war wahrscheinlich einer der aufregendsten Ausflüge. (Und ja, ich würde wieder hin!)

In den vergangenen Jahren habe ich jedes Jahr etwas NEUES zu ESSEN probiert. Angefangen mit Sushi über Macarons bis hin zu Bratapfel. Ein Ziel hatte ich für dieses Jahr nicht, aber ich habe zufälligerweise Gin Tonic probiert. Und zufälligerweise finde ich dieses Getränk ganz gut. Für nächstes Jahr nehme ich mir Churros vor – dafür muss ich dann wohl mal auf einen Weihnachtsmarkt gehen oder so – hat also noch Zeit.

Eines der HIGHLIGHTS in diesem Jahr war auf jeden Fall „das Buch“. Ich habe so unfassbar viel erleben dürfen. Ich durfte in einer Live- Sendung im Radio dabei sein (ohne Witz, Radio macht so viel Spaß!! Ich muss unbedingt wieder eingeladen werden!). Ich habe so viele neue Menschen kennengelernt und so viele tolle Mails und Rückmeldungen zu dem Buch erhalten. Eure Geschichten und euer Feedback sind ein echter Segen – danke für euer Vertrauen! Selbstverständlich gab es auch ein paar Hater, aber die hielten sich zum Glück im Hintergrund! Ich bin immer wieder überrascht über das was ich durch und mit diesem Buch erleben darf, und unfassbar dankbar für diese Reise. Und dann gab es da noch die beiden Leserpreise – so cool!!! Mittlerweile gibt es schon Terminanfragen für 2020, was sich sehr komisch anfühlt. So läuft das jetzt also. Na gut, dann plane ich einfach etwas weiter im Voraus!

Der PEINLICHSTE MOMENT in diesem Jahr ist schwer zu definieren – ich ziehe peinliche Dinge meist von alleine an. Aber ich habe in diesem Jahr gelernt, dass die Dinge relativ sind. Ich habe über ein halbes Jahr ein englisches Wort in der Gemeinde von der Bühne ins Mikro falsch gesungen. Kennt die Gemeinde das Lied deshalb jetzt falsch? Ja! Ist es sehr schlimm? Nein, sie wissen es ja zum größten Teil (noch) nicht. Und wenn sich dein Handy selbstständig macht und einen Freund mit einem Videoanruf beglücken will, während du auf der Toilette bist, dann wird alles noch viel relativer! An dieser Stelle sei gesagt, dass ich rechtzeitig auflegen konnte!!! (Keine Diskussionen bitte weshalb ich das Handy mit ins Bad nehme!!) Oh, ich hab Snapchat für mich entdeckt – manch einer würde das auch zu peinlichen Dingen zählen.

Was ich GELERNT habe? Ich habe unfassbar viel gelernt! Zum Beispiel, dass es sich lohnt ein Wagnis einzugehen. Ich habe einen Job gekündigt ohne zu wissen wie es weitergeht. Und wurde belohnt! Ich habe einen tollen Arbeitsplatz mit tollen Kolleginnen und einem Arbeitsumfeld, zu dem ich morgens gerne fahre. Ich habe gelernt, dass ich nicht die Kontrolle über alles habe (Das wusste ich aber eigentlich schon vorher), und dass ich manches nie verstehen werde. Und in diesen Momenten habe ich gelernt darauf zu vertrauen, dass Gott treu ist. Und dass er sich kümmert. Ich brauche keine Lösung, ich muss nicht in den Kampf gehen, und schon gar nicht muss ich eine schlaflose Nacht mit möglichen Gesprächsfetzen in meinem Kopf verbringen vor denen ich Angst habe. Ich darf Jesus bitten sich darum zu kümmern. Und das Verrückte ist: er macht es! Ich habe gelernt, dass er so viel mehr für uns hat als wir von ihm erbitten. Und dass er es liebt uns zu überraschen und zu versorgen. Manchmal vergesse ich das. Und manchmal sehe ich das auch erst viel später. Aber er ist immer da. Und immer treu. Und er kümmert sich. Immer. Mal laut, mal leise, mal durch andere Menschen oder durch Musik, durch Worte oder wenn ich es am wenigsten erwarte. Als ich mich allein gefühlt hab, hat er mir gezeigt wo überall Menschen sind, die sich um mich sorgen, die mich lieben. Das hat meinen Blick sehr schnell verändert.

Was ich außerdem wieder neu gelernt habe ist, dass ich unfassbar beschenkt bin. Ich habe neue Freundschaften geschlossen und erlebt, dass Freundschaften zwischen Männern und Frauen wertvoll sind ohne kompliziert zu sein oder werden zu müssen. (Sollte ich ein Fortsetzungsbuch schreiben wäre das in jedem Fall ein Kapitel wert…;).
2018 war intensiv. Ich habe noch nie so sehr über den Verlust eines Menschen geweint und getrauert wie in diesem Jahr. Und doch bin ich dankbar für die gemeinsame Zeit, die wir hatten. Was ich sagen will: das Leben ist nie so wie wir es geplant hatten. Ich habe 2017 gesagt, dass 2018 großartig wird. Das erste halbe Jahr über war ich gesundheitlich so angeschlagen, dass es mich zermürbt hat. Ich hatte Schmerzen, konnte nicht die Dinge machen, die ich gern machen wollte, Ärzte waren auch nicht immer hilfreich (wobei ich gelernt habe wie wunderbar mein Humor funktioniert während der Anästhesist eine passende Vene sucht!!), und all das zog sich unfassbar lang hin. Ich hatte keine Geduld mehr, um Geduld zu haben. Es war nichts so wie ich es mir für 2018 erdacht oder geplant hatte – weder die guten Sachen noch die schlechten. Manches habe ich nicht kommen sehen, anderes hat meine Erwartungen weit übertroffen. Und trotzdem bin ich dankbar. Für alles. Weil es mich geprägt hat, weil ich gewachsen bin, weil ich lernen durfte. Habe ich Lust auf 2019? Naja, ich glaube es wird nicht weniger herausfordernd oder anstrengend oder abenteuerlich – aber ja, ich bin dabei! Was ist mit dir? Bereit für Neues?

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